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Geschichte des Rettungshundes

Geschichte des Rettungshundes

Obwohl der Hund bereits seit Jahrtausenden Haus- und Arbeitstier des Menschen ist, sind Rettungshunde eine recht moderne Erscheinung. Es finden sich in der Geschichte zwar immer wieder Fälle, in denen Hunde Menschenleben gerettet haben, aber systematisch genutzt wurden diese Fähigkeiten erst im 19. Jahrhundert.

Im Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard züchteten die Mönche seit Mitte des 17. Jahrhunderts eigene Hunde, die ersten Bernhardiner. Deren Aufgabe war zunächst, den verschneiten Weg zum Hospiz zu finden. Es gibt Berichte von diversen Fällen, in denen diese Hunde verirrte oder im Schnee verschüttete Menschen zum Kloster führten und ihnen damit das Leben retten. Alleine der Hund Barry soll zwischen 1800 und 1812 über 40 Menschen das Leben gerettet haben.

Flächensuche

Bei der Flächensuche muss das Team im unwegsamen Gelände oder in großen Waldflächen auch nach vermissten Personen suchen. Die Hunde werden dabei so ausgebildet, dass sie ein Gelände auf menschliche Witterung hin durchstöbern. Von den Hunden müssen dabei Personen angezeigt werden, die sitzen, kauern, liegen oder laufen. Der Hund zeigt das gefundene Opfer durch verbellen an, der Hund verweilt beim Opfer und bellt so lange bis der Hundeführer oder ein Helfer beim Opfer eingetroffen ist.
Die Flächensuche wird oft bei weggelaufenen Kindern, verlaufenen älteren Personen, alkoholisierten Personen oder auch bei verwirten verunglücktenPersonen notwendig.

Lawinensuche

Nach dem Abgang von Lawinen sind oft Personen verschüttet, diese Personen werden durch den Lawinensuchhund gesucht.
Der Lawinensuchhund wird von seinem Hundeführer über den Lawinenkegel in einem begrenzten Bereich nach links und rechts gesand, um eine möglichst breite und flächendeckende Suche zu ermöglichen. Wenn der Hund eine Fährte aufgenommen hat, beginnt er auf diesem Platz zu Scharren beziehungsweise alamiert er seinen Hundeführer mit Verbellen.
Der Hund darf die gefundene Person erst verlassen, wenn er vom Hundeführer abgeholt oder abgerufen wird.

Trümmersuche

Die Arbeit als Trümmersuchhund, zählt zu den schwierigsten Formen der Rettungshundearbeit, der Trümmersuchhund muss die menschliche Witterung aus einer Vielzahl anderer Gerüche herausfiltern und Opfer auffinden, die unter Meter dicken Trümmerschichten begraben sind.
Der Suchhund zeigt seinen Fund durch Verbellen und Scharren an. Um Fehler zu vermeiden wird die Suche wenn möglich mit einem zweiten Hund wiederholt. Einsätze im Ausland, erfordern eine außerordentlich hohe Disziplin und Belastbarkeit von Hund und Führer. Einsätze finden beispielsweise nach Gasexplosionen, Anschlägen oder nach Erdbeben statt.